Linux-Arbeitsplatzrechner über die Softwareverteilung einrichten

Warnung

Die im Folgenden beschriebenen Funktionen befinden sich zur Zeit in der Testphase und können von allen IServ-Kunden ausprobiert werden. Ein Umstellen des automatischen Updates auf testing ist hierzu nicht mehr erforderlich. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung! Aktuell wird noch bei Systemstart Windows starten respektive Windows installieren angezeigt, dies hat keine Relevanz.

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Methoden, Linux-Rechner in eine IServ-Umgebung einzubinden:

  • Die einfachste Methode ist die hier beschriebene Installation über die Softwareverteilung, bei der das Betriebssystem automatisch installiert und an den IServ angebunden wird.

  • Bereits installierte Rechner mit einer Linux-Distribution der Debian-Familie wie Ubuntu oder Mint können über ein Konfigurationspaket automatisch in die IServ-Umgebung eingebunden werden, jedoch gibt es nur für Ubuntu LTS offizielle Unterstützung.

  • Andere Linux-Distributionen wie Red Hat oder SUSE Linux lassen sich in der Regel manuell einbinden. Die nötigen Einstellungen sind in unserem Wiki zusammengetragen.

Die Anmeldung erfolgt wie bei Windows über die IServ-Benutzer. Home- und Gruppenverzeichnisse werden automatisch eingebunden. Auch die Bildschirmsperre, Herunterfahren und Neustarten vom IDesk aus sind vollständig nutzbar. Bisher noch nicht verfügbar der Klausurmodus.

Die Installation von Linux über die Softwareverteilung unterscheidet sich nicht grundlegend von Windows.

Verfügbare Versionen

Unterstützt werden nur die alle zwei Jahre erscheinenden Long Term Support (LTS) Versionen. Es stehen aktuell sechs verschiedene Paketvarianten zur Auswahl. Diese stammen von drei verschiedenen Ubuntu-Versionen:

  • Ubuntu 14.04 Trusty Tahr

  • Ubuntu 16.04 Xenial Xerus

  • Ubuntu 18.04 Bionic Beaver

Diese stehen in einer 32-Bit (i386) und einer 64-Bit (amd64) Version bereit. Auf der meisten Hardware läuft die 64-Bit Version, daher sollten Sie immer Ubuntu 18.04 in der amd64 Version bevorzugen. Wenn diese auf einem älteren Rechner zu langsam läuft, wechseln Sie auf Ubuntu 14.04/16.04 amd64. Sollten diese nicht installieren und mit einem Fehler wie

This kernel requires an x86-64 CPU, but only detected an i686 CPU.
Unable to boot - please use a kernel appropriate for you CPU.

abbrechen, unterstützt Ihr Rechner keine 64-Bit Erweiterungen. Wechseln Sie in diesem Fall auf die i386-Variante des entsprechenden Betriebssystems. Sollte auch diese Installation nicht funktionieren und mit einem Fehler wie

This kernel requires the following features not present on the CPU:
pae
unable to boot - please use a kernel appropriate for your CPU.

abbrechen, wird ihr Computer von aktuellen Ubuntu-Versionen nicht mehr unterstützt.

Des Weiteren ist auch Debian Jessie sowie Debian Stretch in unseren Softwarepaketen verfügbar, dies wurde auf Kundenwunsch erstellt, jedoch können wir Ihnen bei Problemen keinerlei Unterstützung anbieten.

Installation über die Softwareverteilung

Warnung

Von der Firma IServ GmbH wird nur die Standardkonfiguration unterstützt. Die einzige Option die in den Paketeigenschaften eingetragen werden muss, ist das Administratorpasswort. Alle weiteren Optionen werden nicht offiziell unterstützt und können aber müssen nicht funktionieren. Alle von der Standardeinstellung abweichenden Optionen und Konfigurationen nehmen Sie auf eigene Gefahr hin vor.

Ein wichtiger Unterschied zu Windows besteht darin, dass bisher keine nachträgliche Installation von Programmen möglich ist. Man kann jedoch in den Paketeigenschaften des Ubuntu-Pakets einstellen, welche Programme zusätzlich installiert werden sollen und anschließend die Rechner neu installieren. Dort muss auch das Administratorpasswort eingetragen werden und es kann die zu installierende Desktopumgebung eingestellt werden. Mögliche Werte sind auf der Ubuntu-Homepage (englisch) zu finden.

Nach der automatischen Installation wird das Konfigurationspaket installiert und somit das System dem IServ hinzugefügt.

Es wird auch ein SSH-Key auf dem IServ installiert, dieser kann mittels des folgenden Kommandos vom IServ aus genutzt werden. Hierüber können auch nachträglich noch Pakete installiert werden.

ssh -oStrictHostKeyChecking=no -i /var/lib/iserv/config/id_rsa root@«IP des Clients»

../../../_images/9_login.png

Sollte die Anmeldung nicht so aussehen, die Installation fehlgeschlagen oder ein anderer Fehler auftreten, schicken Sie uns gerne eine E-Mail an support@iserv.eu.

Paketeigenschaften

Hier werden die möglichen Paketeigenschaften des Ubuntu-Pakets kurz erläutert.

  • Administrator-Passwort: Dies ist das Passwort mit welchem Sie sich lokal am Client als Administrator anmelden können. Der Accountname lautet administrator. Diese Option ist gleichbedeutend mit der Option Windowsclients. Weiterhin sind alle IServ-Administratoren auch lokale Administratoren (sudo-Recht).

  • Die zu installierende Desktop-Umgebung: Es gibt verschiedene flavours von Ubuntu wie z.B. Ubuntu GNOME, Kubuntu, Lubuntu oder Xubuntu. Hier können Sie das entsprechende Metapaket auswählen, welches installiert werden soll.

  • Weitere Pakete: Wenn Sie weitere Pakete installieren möchten als in dem von Ihnen ausgewählten flavour, könnten Sie diese hier angeben. Trennung erfolgt dabei durch Leerzeichen. Beispiel: gimp firefox libreoffice-writer libreoffice-impress

  • Weiterer Inhalt der preseed-Datei: Wenn Sie eigene Optionen haben, die Sie dem Installer mitgeben wollen, können Sie diese hier eintragen.

  • Die Release-Version des Clients: Die ist die Version des IServ-Pakets, die auf den Rechnern installiert werden soll.

  • Einbindungsmodus der genutzt werden soll: Diese Option sollte auf tmpfs + archive gestellt bleiben, damit das System wie bei Windows funktioniert. Weitere Informationen über die verschiedenen Modi finden Sie im Wiki.

  • Der Mirror, der für die Installation verwendet werden soll: Wenn Sie einen festen Mirror auswählen möchten, der für Sie am schnellsten ist, können Sie diesen hier angeben. Ansonsten wird der Normale Mirrorpool de.archive.ubuntu.com genutzt, welcher auf viele verschiedene Mirror verweist.

  • Das Verzeichnis auf dem Mirror, das verwendet werden soll: Hat der von Ihnen angegebene Mirror seine Daten nicht im ubuntu-Verzeichnis, dann können Sie dies hier ändern.

  • Die Suite, die installiert werden soll: Suite ist der Ubuntu-Sprech für Version. Dies sollten Sie üblicherweise auf Standard lassen.

  • Über SSH installieren?: Wenn diese Option aktiv ist, wird der Installer stoppen sobald er die Konfigurationsdatei vom Server erhalten hat und einen SSH-Server starten. Dies ermöglicht es uns über den IServ an dem Client anzumelden und die Installation direkt zu überwachen. Bei Installationsproblemen ist dies oft die einzige Möglichkeit für uns den Fehler zu finden.

  • Weiterer Mirror: Wenn Sie Pakete eines anderen Mirrors nutzen möchten, können Sie diesen hier eintragen. Der Kommentar wird so in der sources.list von APT eingetragen.

Problembehandlung

Wenn die Installation fehl schlägt, folgen Sie bitte den Anweisungen unter Anleitungen -> Rechner einbinden -> Linux-Arbeitsplatzrechner manuell einrichten -> Problembehandlung bei der Installation von Linux.