IServ ist auch ein Modell für die Brüggemann-Schule

Bordesholmer informierten sich am Eiderwald - Hoffnung auf Flintbeker Schulabgänger

Drei Bildschirme zeigen in der Flintbeker Regionalschule die aktuelle Unterrichts- und Vertretungsplanung. Auch in Bordesholm wird dieses Programm eingeführt.


Schulleiter Lutz Friemann erläuterte Heinrich Lembrecht, Olaf Plambeck, Manfred Christiansen sowie Markus Salman (von links) das neue Rechnerprogramm, das zukünftig auch in der Bordesholmer Gemeinschaftsschule eingesetzt wird.

Fotos Tietgen

Flintbek/Bordesholm. Die Bordesholmer Gemeinschaftsschule und die Flintbeker Regionalschule bauen ihre Kooperation aus. Die Hans-Brüggemann-Schule (HBS) übernimmt das an der Schule am Eiderwald eingeführte EDV-Programm - und will sich so zukünftig auch als Alternative für Flintbeker Schulabgänger anbieten.

Von Sven Tietgen

Gestern stellte Schulleiter Lutz Friemann in Flintbek mit Bürgermeister Olaf Plambeck seinen Gästen aus Bordesholm das Rechnerprogramm mit dem Namen IServ vor. Ob in den beiden PC-Räumen für jeweils 25 Schüler oder in Klassenräumen mit den drei neuen, jeweils mit zehn Laptops gefüllten Mobilkoffern: Das System bietet laut Friemann eine umfassende Vernetzung, bindet alle Geräte ein, ist einfach zu bedienen und erfordert geringen Wartungsaufwand. "Die Kommunikationsplattform mit Foren, Email und Chat ist mehrfach abgesichert, das System ist von zu Hause aus erreichbar, es ist einfach genial", schwärmte Friemann. Über 70 000 Euro wurden und werden in Flintbek in Hard- und Software plus Beamer und elektronischen Tafeln investiert, machte Bürgermeister Plambeck deutlich.

Überzeugt von dem EDV-Programm sind auch HBS-Schulleiter Markus Salman und der Bordesholmer Schulverbandsvorsteher Manfred Christiansen. "Das System ist zukunftsträchtig, deshalb wird sich der Schulverband der Flintbeker Lösung anschließen, damit verstärken wir unsere Zusammenarbeit", erklärte Christiansen. Salman wird wie in Flintbek große Monitore mit den ständig aktualisierten Unterrichts- und Vertretungsplänen an zentralen Stellen der HBS platzieren: "Das sind wichtige, effiziente Bausteine, die Lehrern und Schülern zu Gute kommen".

Rund 50 000 Euro investiert der Schulverband in das Programm inklusive Aus- und Umbau von PC-Plätzen und Räumlichkeiten. Mit der erhofften Genehmigung der gymnasialen Oberstufe will sich die Bordesholmer HBS damit auch als Alternative für die Schulabgänger der zukünftigen Gemeinschaftsschule Flintbek positionieren. Bislang wechselten die Zehntklässler vielfach zu den drei Regionalen Berufsschulzentren in Kiel. "Die Zusammenarbeit mit Flintbek ist eine Win-Win-Situation für beide Schulen, wir können uns so als gute Alternative anbieten, dafür sorgt auch unser Modell einer attraktiven G 9-Oberstufe", erklärte Bordesholms Amtsdirektor Heinrich Lembrecht.

Holsteiner Zeitung, 07.12.2012, Seite 66