Drei-Millionen-Marke geknackt

Kommunikationsplattform "IServ" ist aus dem Leben am EMA nicht mehr wegzudenken

steb Osnabrück. Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA) hat den dreimillionsten Besucher auf der schulinternen Kommunikationsplattform IServ registriert.
Das PC-gestützte Forum vereinfacht Informationswege, es bietet Recherchemöglichkeiten und ist aus dem Alltag der EMA-Gymnasiasten nicht mehr wegzudenken.

"Übrigens haben wir bald unseren Besucherrekord."
Helmut Brammer-Willenbrock hatte die Nachricht erst ein paar Stunden vorher auf der IServ-Seite veröffentlicht, als ihn eine E-Mail erreichte:
"Hehe!" war kurz und knapp in dem Brief via Internet zu lesen, der von Thorben Heuer, einem Schüler aus der 10a, kam. Dem 15-Jährigen war es gerade gelungen, die Drei-Millionenmarke beim EMA-IServ zu knacken.
Als Beweis habe er noch einen Screenshot, also eine Kopie des aktuellen Bildschirminhalts, gemacht, erklärte Thorben.

Seit sechs Jahren nutzen die EMA die von Braunschweiger Schülern entwickelte Kommunikationsplattform.
Stadt und Landkreis Osnabrück überzeugte das Konzept, Sicherheit und Kosten, und sie ließen die Software vom Medienzentrum flächendeckend in den Schulen Installieren.

"Mittlerweile haben sich 1800 Schüler, Lehrer, Eltern und Ehemalige des EMA angemeldet", weiß Brammer-Willenbrock.
Der Geschichts- und Politiklehrer pflegt die PC-Seiten täglich rund zwei Stunden.
"Hier den Hinweis auf einen interessanten Zeitungsartikel verlinken, dort schnell die Anfrage eines Ehemaligen beantworten wo denn Klassenkamerad XY verblieben ist, und eben noch eine neue Gruppe anlegen, man muss schon Freak sein!",
schmunzelte Brammer-Willenbrock. "Mr. IServ" wird er bereits von Kollegen genannt.

In den über 400 Gruppen finden sich Kurse und Klassen, Interessengemeinschaften und AGs.
Der Vorteil: Nur die Schüler je einer Klasse erhalten Zugriff auf ihre bestimme Gruppe. Dadurch können sie etwa Nachrichten lesen, die nur an sie gerichtet sind. Ebenso werden in den Gruppen Hausaufgaben des Lehrers, wichtige Infos zur nächsten Klassenarbeit oder Referate abgelegt und eingesehen.

Der Zutritt zu IServ kann von jedem beliebigen Ort aus geschehen, der einen PC mit Internetanschluss bietet. Vor diesem Hintergrund bedeutet selbst der Beinbruch eines Lehrers einmal nicht automatisch Unterrichtsausfall.
"Der Kollege hat dann über IServ in einem Chat Aufgaben verteilt und sie korrigiert", erzählte Brammer-Willenbrock.

Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), Do. 16.12.2010