IServ Schulserver
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SoftwareverteilungAllgemeinDas Softwareverteilungsmodul dient dazu, vollautomatisch die Arbeitsplatzrechner im Schulnetz mit dem Windows-Betriebssystem samt Treibern und Anwendungsprogrammen zu installieren. Im laufenden Betrieb werden bei jedem Rechnerstart vorhandene Updates eingespielt. Auf den Arbeitsplatzrechnern wird dazu die freie Software opsi der Firma uib eingesetzt, die Steuerung erfolgt über die gewohnte IServ-Weboberfläche. Außerdem ist eine Lizenzverwaltung sowie eine Inventarisierung der Hardware integriert. Für jedes Betriebssystem oder Programm wird ein Installationspaket benötigt, das die Dateien, Einstellungen und Installationsanweisungen enthält. Wir liefern eine Sammlung von gängigen freien sowie kostenpflichtigen Anwendungs- und Lernprogrammen mit. Außerdem stellen wir falls nötig für diese Pakete Updates zur Verfügung, die jede Nacht über das automatische IServ-Update eingespielt werden. Weitere Pakete können auf Anfrage erstellt oder von interessierten Schulen selbst entwickelt werden. Weiterhin liefern wir eine sehr umfangreiche Sammlung von Treibern für verschiedenste Hardware mit. Bei sehr neuer Hardware kann es jedoch vorkommen, dass ein passender Treiber noch fehlt. Wir bemühen uns, diese auf Anfrage mit zu integrieren. Eigene Treiber können bisher nicht integriert werden. Aus rechtlichen Gründen können wir Ihnen den Zugriff auf die kostenpflichtigen Programmpakete erst freischalten, wenn wir folgende Berechtigungs- und Freistellungsvereinbarung vom Schulleiter oder Schulträger unterzeichnet im Original vorliegen haben. Eine elektronische Übermittlung per Fax oder E-Mail ist leider nicht wirksam (BGB §780, §781). ServerInstallationZum Zugriff auf das Softwareverteilungsmodul benötigen Sie einen IServ-Benutzer mit Administratorpasswort und dem Sonderrecht Softwareverteilung steuern. Standardmäßig haben dies die Mitglieder der Gruppe: Admins. Zur Installation wählen Sie in der Weboberfläche unter Verwaltung → Pakete den Eintrag Softwareverteilung aus und klicken auf Installieren. Sobald das Paket installiert ist, erscheint in der Paketverwaltung oben ein neues Auswahlfeld Filter. Zur Anzeige der verfügbaren Installationspakete stellen Sie dieses auf Softwareverteilung. Wenn Sie ein Paket anklicken, bekommen Sie in einem separaten Fenster weitere Informationen über seinen Inhalt. Wählen Sie nun mindestens ein Betriebssystem sowie die gewünschten Anwendungsprogramme aus und klicken unten auf Installieren. Je nach Auswahl müssen nun mehrere Gigabyte an Daten von unseren Servern heruntergeladen werden. Abhängig von Ihrer Internetverbindung kann dieser Vorgang mehrere Stunden dauern. Auch wenn Sie die Seite verlassen, läuft das Herunterladen im Hintergrund automatisch weiter. Sie können währenddessen den Server sowie das Softwareverteilungsmodul normal weiter nutzen. KonfigurationMit Installation des Softwareverteilungsmoduls wird unter Verwaltung → Rechner oben ein neuer Menüpunkt Software angezeigt. Dieser gibt eine Liste aller auf dem Server vorgehaltenen Installationspakete für Betriebssysteme und Anwendungsprogramme aus. Wenn Sie ein Paket anklicken, bekommen Sie nähere Informationen dazu. Dabei gibt das Feld Version die Versionsnummer des Programms und Revision die Versionsnummer des Installationspakets wieder. Einige Programme benötigen zusätzliche Bibliotheken wie Java oder das .Net-Framework. Diese Pakete sind unter Benötigt aufgeführt und werden vom Softwareverteilungsmodul ggf. automatisch mit installiert. Die Spalte Installiert zeigt an, auf wie vielen Rechnern das Programm zur Zeit installiert ist. Pakete, die in der Liste fett gedruckt sind, enthalten zusätzliche Eigenschaften für Seriennummern oder Konfigurationsoptionen. So muss zum Beispiel beim Paket Windows XP Professional vor der Installation ein gültiger Lizenzschlüssel und ein Administrator-Passwort eingegeben werden. Die eingegebenen Werte werden zur Zeit noch nicht auf Gültigkeit überprüft. Bei fehlerhaften Werten bricht die Installation u. U. ab oder wartet auf eine Benutzereingabe. SteuerungZur Steuerung der Softwareverteilung gehen Sie in der Verwaltung auf den Punkt Rechner und wählt oben unter Filter einen der Räume aus oder geben Sie im Suchfeld einen Teil des Namens, der IP- oder der MAC-Adresse an. Um einen einzelnen Rechner zu bearbeiten klicken Sie ihn in der jetzt angezeigten Liste an. Alternativ können Sie mehrere Rechner gleichzeitig bearbeiten, indem Sie diese zuerst auswählen und anschließend unten auf die Schaltfläche Bearbeiten klicken. Es öffnet sich ein neues Fenster mit verschiedenen Reitern.
LogAlle Aktionen der Softwareverteilung werden protokolliert und können unter Verwaltung → Log nachgeschlagen werden. Durch einen Benutzer ausgeführte Aktionen haben ein gesetztes Namensfeld. Durch den Rechner ausgeführte Aktionen, z. B. durch den Preloginloader, haben ein leeres Namensfeld.
Im Beispiel hat der Benutzer abc dem Rechner Test das Programm PuTTY zugewiesen. Das Programm wurde anschließend von dem Rechner erfolgreich installiert. Man beachte, dass die Älteste Aktion unten steht. ClientBootvorgangDamit das Softwareverteilungsmodul auf einem Rechner das Betriebssystem installieren kann, muss der Rechner per PXE aus dem Netzwerk starten. Dazu aktiviert man im BIOS das Boot-ROM der Onboard-Netzwerkkarte und setzt Netzwerk an die erste Stelle der Boot-Reihenfolge. Bei einem Rechner mit Netzwerk-Steckkarte benötigt man normalerweise einen zusätzlichen Boot-ROM-Chip. Die Optionen im BIOS heißen je nach Modell unterschiedlich, z. B.:
Alternativ kann man per CD-ROM oder USB-Stick einen PXE-Boot-Vorgang durchführen. Eine Anleitung zum Erstellen eines solchen Datenträgers findet sich hier: http://etherboot.org/wiki/removable Wenn der PXE-Boot-Vorgang korrekt eingerichtet worden ist, fragt das BIOS bei jedem Rechnerstart beim Server an. Die Identifikation des Rechners erfolgt dabei ausschließlich über die MAC-Adresse der Netzwerkkarte. Wurde auf dem Server keine Aktion vorgemerkt und im opsi-Bootmenü keine Auswahl getroffen startet der Rechner nach drei Sekunden automatisch wie gewohnt von der lokalen Festplatte. BetriebssysteminstallationWurde eine Neuinstallation des Betriebssystems in der Weboberfläche angewiesen, startet automatisch das opsi-Bootimage. Alternativ können Sie im opsi-Bootmenü auch manuell den Eintrag Start opsi bootimage auswählen, müssen dann jedoch noch folgende Fragen beantworten:
Das Bootimage formatiert nun die Festplatte des Rechners, kopiert die Installationsdateien samt Treibern und startet die Windows-Installation. Alle Daten auf der Festplatte gehen dabei verloren. Wenn alles funktioniert hat, bleibt der Rechner nach einer halben bis einer Stunde mit dem Windows-Anmeldedialog stehen. Waren dem Rechner im Softwareverteilungsmodul bereits Programme zugeordnet, so werden diese automatisch wieder installiert. ProgramminstallationEin Rechner kann nur vom Softwareverteilungsmodul gesteuert werden, wenn er Mitglied in der Windows-Domäne des IServs ist. Außerdem muss die Datei- und Druckerfreigabe installiert sein und darf nicht durch die Firewall blockiert werden. Über das Softwareverteilungsmodul werden neu installierte Rechner automatisch korrekt eingerichtet. Bestehende Rechner müssen ggf. manuell angepasst werden.
Zur automatischen Installation und Aktualisierung der Programme muss in Windows das Programm opsi.org Preloginloader installiert sein. Es wird bei jedem Start aufgerufen und führt die auf dem Server vorgemerkten Aktionen durch. Der Benutzer sieht Logo und Namen des gerade bearbeiteten Programms und kann den Fortschritt der Installation verfolgen. Falls nötig wird der Rechner neu gestartet. Falls der Server nicht erreichbar sein sollte, bricht der Preloginloader nach einer kurzen Wartezeit ab. Der Benutzer kann sich erst anmelden, wenn alle Aktionen abgearbeitet wurden. Die Rechner werden dabei durch eine geheime Nummer identifiziert, die auf der Festplatte gespeichert ist und nur vom Administrator ausgelesen werden kann (opsi_host_key in C:\Programme\opsi.org\preloginloader\opsiclientd\opsiclientd.conf). Name und IP-Adresse des Rechners werden vom Softwareverteilungsmodul nicht verwendet und können nach Belieben verändert werden. Wird das Betriebssystem mit dem Softwareverteilungsmodul installiert, wird der Preloginloader automatisch mit eingerichtet. Bei bereits installierten Rechnern wird der Preloginloader installiert, sobald man einem Rechner über die Rechnerverwaltung Programme zuweist und dann auf Übernehmen klickt. Soll ein Rechner nicht mehr vom Softwareverteilungsmodul gesteuert werden, kann der Preloginloader deinstalliert werden. PaketerstellungZur Erstellung eigener Installationspakete benötigen Sie einen root-Zugang zu Ihrem Server sowie grundlegende Programmierkenntnisse. Das Format ist das gleiche wie beim opsi-Server von uib. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns selbst erstellte Pakete zukommen lassen, damit wir sie in unsere Sammlung aufnehmen und anderen Schulen zugänglich machen können. Es gibt leider keinen einheitlichen Weg, wie Programme unter Windows automatisiert installiert werden können. Insbesondere ist die Eingabe von Lizenzschlüsseln fast immer problematisch. Eine sehr hilfreiche Übersicht über die verschiedenen Arten von Installationspaketen erhalten Sie beim unattended-Projekt. Viele Beispiele für Installer gibt es bei wpkg.org und appdeploy.com. Ansonsten empfiehlt sich ein Blick in das Handbuch vom Hersteller oder eine Google-Suche mit dem Stichwort unattended und dem Produktnamen. Um einen Installer zu identifizieren, durchsuchen Sie ihn mit dem folgenden Befehl nach Merkmalen der gängisten Installertypen: strings setup.exe | grep -E '(Inno Setup|NSIS|InstallShield|AdvancedInstaller)'Jedes Paket wird intern durch einen eindeutigen Bezeichner angesprochen. Diese ID wird aus dem Produktnamen abgeleitet. Falls vorhanden wird der Herstellername vorangestellt. Leerzeichen werden durch Minus ersetzt. Außer englischen Kleinbuchstaben und Ziffern ist nur noch das Zeichen Punkt erlaubt. Die Versionsnummer ist normalerweise nicht Bestandteil der ID. Ausnahme sind Pakete, bei denen verschiedenen Versionen getrennt verwaltet werden sollen, z. B. kostenpflichtige Software wie Microsoft Office. Die ID darf später nicht mehr verändert werden, weil dann bestehende Installationen nicht mehr zugeordnet werden können. Jedes Paket wird unter /srv/deploy/install in einem eigenen Verzeichnis mit seiner ID gespeichert. Dieses Verzeichnis enthält das Installationsprogramm sowie folgende Dateien:
Einige Lernprogramme müssen nicht vollständig auf die einzelnen Rechner installiert werden, sondern laden zur Laufzeit Daten vom Server nach oder speichern Lernstände zurück. Diese Dateien können auf dem Server in /srv/appdata in einem Unterverzeichnis mit der Paket-ID hinterlegt werden. Die Clients können über die Freigabe \\iserv\appdata darauf zugreifen. Die Zugriffsrechte können über die Linux-Dateirechte nach Bedarf vergeben werden. Während des Systemstarts und der Installationsvorgänge werden ausführliche Log-Dateien zur Fehlersuche erzeugt. Diese können auf den Clients unter C:\tmp und auf dem Server unter /var/log/php/deploy nachgelesen werden. Zur besseren Übersicht können die bestehenden Log-Dateien jederzeit gelöscht werden. |
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